Ile de Groix

Trotz Sonnenschein war das Meer heute morgen etwas rau und die Schiffe im Hafen schaukelten ganz schön hin und her. 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Ile Groix zum wichtigsten Thunfischhafen Frankreichs. 200 Schotten aus Dundee bevölkerten damals die Kais. Wie man gestern sehen konnte sind sie immer noch da – zumindest manchmal. 😂

Auf ihren Thunfisch waren die Einwohner von Groix so stolz, dass sie sogar hingingen und den traditionellen Hahn auf dem Glockenturm ihrer Dorfkirche durch einen Thunfisch ersetzten! Er ist immer noch dort oben zu sehen.

Hier leuchtet ein Segelschiff aus Kupfer in der Morgensonne.

Als erstes radelte ich heute ganz in den Norden der Insel zum Phare de Pen-Men. Das waren nur mal knapp 6 Kilometer und mit meinem schnellen Velo ging das ratz fatz. 

Was man so alles entdeckt.

Da häckelt jemand gerne.

Der nördliche Teil der Insel ist Naturschutzgebiet und ein Paradies für Meeresvögel. Ab und zu hoppelte mir auch ein Hase über den Weg. Auf einer kleinen Rundwanderung boten sich mir eindrückliche Ausblicke auf die Klippen. 

Phare de Pen-Men

Danach ging es weiter zu einem kleinen Strand namens Poulziorec. Was mich da genau erwartete, wusste ich allerdings nicht. Nach etwa 100 m Fussweg konnte ich auf einen idyllischen kleinen Strand hinunterblicken. Also nichts wie hin. 

Das wurde dann allerdings eine ziemliche Kletterpartie. Die Bucht war offenbar beliebt. Vor Anker lagen ein paar Boote und am Strand waren auch schon ein paar Leute. Nachdem ich die Kraxlerei gut überstanden hatte, schaute ich mal nach oben. 

Runter bin ich gekommen, aber komme ich da auch wieder rauf?

Aber zuerst mal ab ins Wasser, denn hier waren keine Quallen zu sehen. Puhhhh schon etwas frisch die Temperaturen, aber wenn man mal drinnen ist, ist es ganz angenehm. 

Habe mal nach der Wassertemperatur hier gegoogelt: 13 Grad 😳🥶 hätte auf mindestens 18 Grad geschätzt. Egal schön war es auf jeden Fall.

Plötzlich kam auch noch ein Wandergrüppchen, dass mir bereits gestern und auch heute Morgen beim Leuchtturm begegnet ist. Scheint wirklich eine beliebte Bucht zu sein. Ich hingegen machte mich wieder an den Aufstieg. Der war um einiges einfacher als der Abstieg und so war ich schon bald wieder bei meinem Velo. 

Übrigens das ist mein schnelles Velo. Hatte das Gefühl das fährt auch ohne trampen. 🤗

Ein kurzer Abstecher noch zum Port Lay und dann ging’s zurück nach Port Tudy an den Pool, wenn‘s schon mal einen hat. Der ist bedeutend wärmer als das Meer. 

Port Lay
Das war auch schon lange nicht mehr im Wasser.

Die drei Tage Ile de Groix waren sehr lohnenswert. Die Insel hat viel Charme und die beiden Hauptorte Port Tudy und Le Bourg sind sehr lebendig mit vielen einladenden Restaurants und kleinen Läden. Man findet aber auch viele schöne Ecken, die man ganz für sich alleine hat. Und mit dem Velo lässt sich die Insel wunderbar erkunden. Also allemal eine Reise wert. 

«Qui voit Groix, voit sa joie” – wer Groix sieht, sieht seine Freude.

Bretonischer Volksmund.
Die Redewendung beschreibt das Glück der Seeleute, wenn sie sich endlich wieder dem Festland nähern und Land in Sicht kommt.

Tja das kann man gut verstehen. 

Mit Sicht auf den Hafen genoss ich mein letztes Nachtessen auf dieser schönen Insel. Das mit dem Nachtessen hat allerdings etwas gedauert. 🙄 Dafür konnte ich zusehen wie die letzte Fähre in den Hafen einläuft. Morgen um 06:45 fährt sie wieder nach Lorient. Ich nehme allerdings erst die um 12:30.

Bonne nuit. 🤗 🚴🏻‍♀️

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