Von St. Cast-le-Guildo nach Pléherel Plage

Das Wetter zeigte sich heute von der garstigen Seite immer mal wieder leichter Regen, aber doch nicht so schlimm, dass man nicht wandern hätte können. Also Regenausrüstung montieren, auch dem Rucksack wurde das Rägemänteli rübergestülpt. Den Bogen in St. Cast-le-Guildo über den Hafen schenkte ich mir. Jede Ecke muss ich nun auch nicht abwatscheln, vor allem bei dem Wetter. Das erste Stück des Weges führte hoch über den Klippen durch, ausser Fischer und nur wenige Spaziergänger waren heute nicht mehr viele Leute auf dem GR34 unterwegs. Ist ja auch Montag und da muss auch in Frankreich wieder mal gearbeitet werden. Nach ein paar Kilometern führte der Weg durch dichte Vegetation von Bäumen, Farnen und gelb blühenden Ginstersträucher. Das schützte auch etwas vor dem Regen.

Le Moulin de la Mer

Les lavoirs

Ein Abschnitt hatte es dann allerdings in sich!!! Es ging dem Strand entlang über Felsen, die natürlich nass und extrem rutschig waren. Es hat mich dann auch buchstäblich auf den Sack gehauen. Glücklicherweise ist nichts passiert, aber das Aufstehen mit dem Rucksack auf dem rutschigen Untergrund war nicht ganz einfach. Weiter gings dann vorsichtshalber auf allen Vieren. Ich habe mich ziemlich über mich selbst geärgert – bestimmt habe ich irgendwo eine Abzweigung verpasst, kann ja unmöglich sein, dass der Weg hier durchgeht. Aber man staune am Ende des Strandes war ganz klar das rot weisse Waderwegzeichen.

Hier hätte meine Wanderung beinahe ein Ende gehabt.

Kurz darauf begegnete ich einer Frau in meinem Alter, die auch alleine unterwegs ist und heute ebenfalls in St. Cast-le-Guildo gestartet ist. Sie war gerade dabei ihre Füsse zu trocknen. Bin also nicht die einzige deren Wanderschuhe nicht dicht sind. Sie war auch nicht gerade begeistert über den felsigen Abschnitt.

Bonne chance Monsieur voiture – sage ich da nur.

Um ca. 14:00 habe ich meine Unterkunft erreicht – leider ist die Reception erst ab 17:00 besetzt. Also ab an den Strand dort hat‘s nämlich ein Café, wo ich dann eine leckere Galette (Omelette) verdrückt habe.

Meine Unterkunft für heute
Dann halt eine Galette statt Huitres!

Es gibt ja viele schöne Strände in der Bretagne, aber der hier ist besonders schön.

Pléherel Plage
Im Hintergrund sieht man das Cape Fréhel mit dem Leuchtturm.

Seht ihr den Fleck am Strand? Ich denke das sind alles Muscheln oder Steine – ich gehe da jetzt aber besser nicht hin!!!

Le repas du soir est assuré – bon apétit!!!

1 comment

  1. Liebe Yvonne
    Heute hast Du ja wieder Einiges erlebt. Regen macht bekanntlich schön, aber das bist Du ja schon.
    Die einzigartigen Farne gefallen mir besonders gut. In Sarmenstorf hatten wir auch sehr schöne, nur viel kleiner. Die brauchte ich immer zum dekorieren vom Coiffeursalon. Mit Blumen gab es immer wunderschöne Sträusse. Die Vorspeise machte uns «gluschtig». Wir wünschen Dir gute Nacht und morgen einen sonnigen Tag
    «Es Grüessli Ursi und Bruno»

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