Von St. Jacut-de-la-Mer nach St. Cast-le-Guildo

Nach der gestrigen Etappe waren meine Beine bleischwer und ich befürchtete am nächsten Tag keinen Schritt mehr machen zu können. Aber nach der klösterlichen Nacht war ich wider erwarten fit für die 7. Etappe. Auf den ersten 7 km waren sehr viele Sonntagsausflügler unterwegs, vor allem aber auch viele Jogger. Ich staune immer wieder wie diese leichtfüssig über die Treppen joggen, zumal es teilweise doch recht rutschig ist. Auf diesem Teil des GR34 trifft man immer mal wieder Leute. Man muss also keine Angst haben tagelang auf Hilfe zu warten, wenn mal was wäre.

Über Nacht kam die Flut und wo gestern die Leute noch nach allerlei Meeresgetier suchten, war die Bucht wieder randvoll. Was mich immer wieder fasziniert. Auf meinem Weg rund um die Bucht konnte ich immer in der Ferne das Kloster sehen. Das sind die Momente in denen man sich wünscht fliegen zu können. Es wäre ein Katzensprung gewesen!!!

Immer wieder schöne Blumen entlang des Weges

Rastplatz

Danke René, dass du hier eine Brücke gebaut hast. Es wäre sonst viel weiter gewesen.

Der GR34 führt immer mal wieder über einen Strand. Zum Laufen ist das allerdings eher anstrengend.

Wie gestern war der Weg nicht sehr anspruchsvoll. Ab und zu gab es ein paar steile Treppen auf- und abwärts. Als ich gerade mal wieder eine in Angriff nehmen wollte und nach oben schaute, wen sehe ich da oben um die Ecke biegen? L’homme avec la petite voiture!!! Oben angekommen war er gerade mit hoch rotem Kopf am Fluchen (soviel französisch kann ich), weil er sein voiture nicht über die Felsen brachte. Als er mich sah, strahlte er wie ein Glückskeks – ah ein Opfer gefunden! Und……? Ja natürlich hat er! Also bot ich ihm meine Hilfe an, die er leider auch annahm. Ich sag‘s euch jeden Tag mach ich das dann nicht!!! Wie kann man sich das nur antun!!! Er fragte mich dann noch, ob ich auch den GR34 mache. Hallooooo Monsieur wo sind wir denn? Auf der Autobahn Paris – Rennes oder was! Habe mich dann höflich aus dem Staub gemacht.

Nach diesem Kraftakt gönnte ich mir in der nächsten Strandbeiz einen kleinen Imbiss. Über dem Hafen von St. Cast-le-Guildo habe ich ein schönes Zimmer mit Halbpension – muss mich also nicht mehr um ein Restaurant kümmern. Zumal hier reger Betrieb herrscht – die Franzosen haben ein langes Wochenende und feiern den 8. Mai 1945 Tag des Sieges! Nachdem ich mich noch um die Buchung meiner Unterkünfte gekümmert habe, beschloss ich mir einen Apèro am Hafen zugenehmigen. Und hey Leute wer kommt mir da entgegen – der Wägelima!!! Habe ihn naturellement freundlich gegrüsst, hat mich dann aber erst nach ein paar Metern erkannt. So ohne Rucksack sieht man halt schon ganz anders aus. Ich denke der wird mir nicht zum letzten Mal über den Weg gerollt sein.

Entspannt sieht anders aus – oder was meint ihr?

3 comments

  1. Hallo Yvonne was Du so alles erlebst den ganzen Tag, man könnte richtig neidisch werden. Von unserem
    zuhause sieht man immer nur den gleichen Hallwilersee, aber auch schön. Es würde mich wundern was dieser
    Monsieur alles so mitschleppt in seinem «Wägeli». Für morgen einen guten Start in dieser wunderschönen Gegend. Schlaf gut. Liebe Grüsse Ursi und Bruno

  2. Liebe Yvonne

    Weiter so! Und falls Du dem Wägelimaa entwischen willst, versuch es doch mit einem 🪁 Drachen aus Paimpol.
    Oder doch mit einer Abkürzung, nachdem Du den 🌊Tidenstand in https://maree.info/62 konsultiert hast.

    Beste Grüsse aus Potsdam

  3. Sehr gut finde ich, wie sich je länger je mehr quelques phrases francophones einschleichen in deinen Texten 😉 Ganz en liebe Gruess usem Büro -.-

Comments are closed.