Île de Batz

Von dem viel gepriesenem milden Klima in Roscoff war heute nicht viel zu spüren. Der Himmel war bedeckt und es ging wieder ein kräftiger Wind. Nichts desto trotz nutzte ich den Ruhetag für einen Ausflug auf die Île de Batz.

Zuerst kaufte ich mir aber noch zwei kleine bretonische Butter Kuchen – Kouign Amann. Kouign steht für Kuchen und Amann für Butter.

Auf dem Weg zum Hafen biss ich herzhaft in die kleine Köstlichkeit und als ich gerade den zweiten Biss nehmen wollte, attackierte mich von hinten eine von diesen riesen Möwen und schnappte mir doch tatsächlich meinen Kouign Amann weg. Was für eine Frechheit. 😫 Alfred Hitchcock lässt grüssen. Den zweiten habe ich dann vorsichtshalber im Wartehäuschen am Hafen verspiessen. 🙄

Die Überfahrt zur Île de Batz dauert knapp zehn Minuten und da Ebbe war, musste man bis ans Ende des Steges gehen, um auf‘s Schiff zu gelangen.

Gestern sah das hier noch so aus.
Bei Ebbe muss man weit den Steg hinaus gehen, um auf‘s Boot zu kommen und bei Flut legen die Schiffe am Quai Neuf an.

Trotz kräftigem Wind war es eine ruhige Überfahrt und erstaunlicherweise war es auf der Insel fast windstill.

Die Insel hat nur gerade mal 450 Einwohner.

Die Île de Batz ist bekannt für ein ausgesprochen mildes Mikroklima, ähnlich wie es auch auf den Kanalinseln herrscht. Die Insel ist daher auch besonders geeignet für die Landwirtschaft und es kann teilweise einmal mehr pro Jahr geerntet werden als auf dem Festland. Vor allem die Kartoffeln der Insel sollen besonders gut sein. Da ich nur beim Kauf der berühmten Kartoffeln der Insel Noirmoutier dabei war und sie nicht selber testen konnte, musste ich natürlich unbedingt hier die Kartoffeln probieren. Und ja: Ils sont très bien! Wenn ich ehrlich bin, war das auch der Hauptgrund für meinen Inselausflug. 😉

Raku – sogar am äussersten Zipfel von Frankreich!

Und weil heute ja eigentlich ein Ruhetag war, bin ich nach dem Essen zurück ins Hotel und habe mir ein Mittagsschläfchen gegönnt. 😴 Danach habe ich mich noch der Routenplanung gewidmet und wie immer in den letzten Tagen war der Himmel am späten Nachmittag wieder wolkenlos – Zeit für einen Pastis. Zum Schluss habe ich im Restaurant les Bricoles ein sehr gutes Nachtessen genossen, welches mich über das verpasste in Carantec hinweg tröstete. So stand heute eher das Kulinarische im Vodergrund – man weiss ja nie, wenn wieder Fisch aus der Dose und Chips auf dem Menüplan stehen. Hoffe der Möwe hat mein Kouign Amann auch geschmeckt. 😉

2 comments

  1. Liebe Yvonne
    Zum Glück wieder mal etwas zu essen. Die Kartoffeln sehen sehr lecker aus. Ich wünsche die ein gutes Weiterwandern.🥾

  2. Liebe Yvonne
    Schön, konntest du gestern einen Ruhetag geniessen, wo es feines Essen gab und du Zeit für ein Mittagsschläfchen hattest. Das muss auch einmal sein.
    Unglaublich frech diese Möwe, das erinnert wirklich an Hitchcocks Film „die Vögel“ 🙈
    Ich wünsche dir heute einen guten Einstieg ins Wandern. Gib acht auf dich und geniesse es.
    Liebe Grüsse 😍💖🌺

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