Von Concarneau nach Raguénez / Ar Men Du

Geplant war heute Concarneau über die Altstadt zuverlassen und mit dem ersten Fähren Bötli überzusetzen. Aber im Kopf war irgendwie etwas anderes abgespeichert und so bin ich strammen Schrittes dem Hafen entlang marschiert. Irgendwann habe ich es dann gemerkt, aber umkehren mochte ich auch nicht. Man weiss ja nie bei den Franzosen, ob die erste Fähre wirklich pünktlich um 8:00 fährt. Aber bestimmt hätte ich die Altstadt für mich alleine gehabt und eine kurze Fähren Fahrt wäre auch schön gewesen. Als ich mich gerade so über mich selber ärgere (Nachteil beim alleine wandern: man ist immer an allem selbst schuld) stehe ich im wahrsten Sinne des Wortes Auge im Auge mit einem 👁️. Ich wusste, dass es in Concarneau mindestens drei Mosaik Augen geben muss, die an privaten Häusern zu finden sind. Eines hatte ich ja bereits per Zufall entdeckt. Hier war also das zweite, so zusagen zwei Supplement. Somit war auch mein Ärger verflogen und ich konnte mich wieder auf den Weg konzentrieren. 

Im Fischereihafen war schon einiges los.
Seltsame Schiffe – nehme an es sind Militärschiffe.
Das sieht nach viel Arbeit aus!
Ein letzter Blick auf den Hafen von Concarneau.

Heute habe ich zum ersten Mal einen Franzosen getroffen, der etwas deutsch konnte. Etwa gleich gut oder schlecht wie ich französisch. 🙈

Es ergab sich dann ein Mix aus französisch, deutsch und englisch. Wir haben uns prima verstanden. Er kommt aus Anger und ich meinte so: ja das ist, aber auch schön so an der Loire. Er meinte dann, oui oui aber das Meer hier sei halt schon einmalig. Tja da musste ich ihm recht geben.

Hier ein paar Eindrücke von meinem heutigen Tag.

Ups fast den Weg verpasst – ich wäre verloren ohne mein Komoot App. 🙈
Alte Mühle
Haus mit Umschwung oder eher Umschwung mit Haus.
Da drüben ist mein Weg.
Da drüben war mein Weg. 🙄

Neue Herausforderung: Selfie mit Selbstauslöser. 10 Sekunden sind cheibe kurz. 🤪

Gerade richtig um die Mittagszeit kam ich im Hafen von Trévignon an. Nachdem es zum Zmorgen heute nur zwei Bananen gab, war es Zeit für ein feines Mittagessen.

Hier im Hafen musste es noch ein 👁️ haben. Also machte ich mich frisch gestärkt auf die Suche.

Lange musste ich nicht suchen.

Überhaupt war der Hafen von Trévignon sehr fotogen. Also war ich noch eine Weile beschäftigt. Es waren ja nur noch etwa 6 km bis ans Ziel.

Und immer wieder traumhafte Strände.
Am Ziel 🤗🥾🥾
Ar Men Du

Ar Men ist ein Leuchtturm der 30 km vor der bretonischen Küste liegt. Der Leuchtturm wird auch als „Hölle aller Höllen“ bezeichnet. Ar Men bedeutet auf bretonisch „der Stein“.

Und so sieht er aus. Der Name hat wohl seine Berechtigung. Nein ich war natürlich nicht dort. Das Bild habe aus dem Internet geklaut. 🤫

Die heutige Etappe hat mir sehr gut gefallen. Nach fast 26 km war ich aber froh am Ziel zu sein. Was auch gut war. Eigentlich wollte ich heute mal einen Schwum wagen, aber es zogen Wolken auf und es fing an zu regnen.

Belohnt wurde ich heute mit einem ausgezeichneten Abendessen im Ar Men Du.

Mit Kalamansi – philippinische Erinnerungen
Rüebli geht auch als Dessert.
Und sogar mit Spargel!

Morgen wird wieder einfacher gespeist. 😉

Bonne nuit 🤗🥾🥾