Von Kerarmel nach Carantec

So ohne Zmorge könnte man eigentlich als Kalt-Start bezeichnen. Aber bis Morlaix sollten es ja nur etwa 10 km sein. Und zur Not hatte ich ja noch mein Mars und Snickers dabei.

Gemäss einem Reiseführer gehört die Bucht von Morlaix zu einem der schönsten Abschnitte des GR34. Das muss ich nochmals nachlesen, denn das kann unmöglich sein! Nach meinem Befinden kann man diese Etappe getrost auslassen. Wie nach Lannion führt alles dem Fluss Morlaix entlang bis zur Stadt Morlaix. Nach Lannion führte wenigstens ein Wanderweg, aber hier ging alles der Strasse nach. Was mühsam und auch nicht ungefährlich ist. Und da ja die Bretonen nicht gerne Brücken bauen, gibt es auch keine Abkürzung. Heisst soviel wie es geht auf der anderen Seite wieder in die andere Richtung ans Meer.

Während dem wandern sah ich auf der gegenüberliegenden Seite zwei mal einen Bus. Keine Frage den werde ich nehmen.

Eher etwas trostlos dazu noch bei Ebbe.

Gleich am Anfang des Städtchens hatte es eine hippe Kaffee Rösterei. Dort gab es zuerst mal einen Kaffee und in der ersten Boulangerie dann ein Pain au Raisin.

Morlaix
Ziemlich voll hier

In Morlaix kam zum ersten Mal wieder etwas „Grossstadt Feeling“ auf.

Und man staune – sie können doch Brücken bauen!

Unten für die Fussgänger …..
…. und oben für den Zug.

Zielstrebig steuerte ich den Bahnhof an, denn von dort fahren sicher auch die Busse. Und ja Nr. 28 fährt nach Carantec, aber nirgends war ersichtlich von wo genau und um welche Zeit. Drei weitere Personen, die nach Roscoff wollten, fanden ihren Anschluss auch nicht. Ich bin dann an den Bahnschalter und habe mich nach den Abfahrtszeiten nach Carantec erkundigt. Ja das wisse er auch nicht, er sei nur für den Bahnverkehr zuständig. 🙄

Ja bravo 🙈 aber der Bus fahre dort vorne und zeigte in die Richtung von der ich kam. Also startete ich nochmals einen Versuch, aber die Nr. 28 fehlte. Auch die anderen drei hühnerten noch entnervt herum und suchten ihren Bus. Der eine ging dann auch zum Bahnangestellten und ich natürlich hinterher. Musste doch wissen was da diskutiert wird. Der Gute war dann etwas ungehalten gegenüber dem Bahnangestellten, was dieser gar nicht mochte. Wenn man Hilfe braucht, sollte man immer freundlich bleiben. Am Schalter war dann noch einer, denn fragte ich, ob er mir nicht ein Taxi bestellen könne. Ja klar und gab dem leicht gestressten Kollegen den Auftrag weiter. Dieser tat wie ihm geheissen und liess den anderen Tourist stehen. Klappte wunderbar – das Taxi sei in 10 Minuten da. Er führte mich sogar noch zum Taxistand, der war aber eigentlich unübersehbar. So war er wenigstens mich los und dem anderen für einen Moment entkommen. Nach wenigen Minuten war das Taxi schon da und der entnervte buchte sich mein Taxi gleich im Anschluss. So waren wohl alle am Schluss zufrieden und der Bahnangestellte hatte wieder seine Ruhe. War wohl etwas zuviel Stress für ihn heute. Geht ja gar nicht, dass man sich neben dem Zugfahrplan auch noch um den der Buse kümmern muss. 🙄

Ich hätte tatsächlich einen Grossteil der Strecke der Strasse nach wandern müssen und landschaftlich war es auch von dieser Seite nicht attraktiver. So war ich dann halt bereits um 11:00 Uhr in meinem Hotel.

Dort wurde mir dann mitgeteilt, dass das Zimmer erst um 16:00 Uhr bezogen werden kann. Nun mit dem konnte ich leben, was aber viel schlimmer war, das Restaurant ist Montag und Dienstag geschlossen, und was haben wir heute? Voilà mardi 😫 und es wäre doch ein ausgezeichnetes Michelin Restaurant gewesen. Nachdem gestrigen Dosenfisch eine wohlverdiente Abwechslung. Was für ein Ärger! Man müsste halt alles lesen auf der Hotelbestätigung. Da war es nämlich erwähnt! 🙈 In der Detail Planung habe ich heute definitiv versagt. René wäre das nicht passiert. 🙄

Aussicht vom Hotel
Heute ziemlich stürmisch