Von Lilia nach Landéda

Zmorge gab es natürlich nicht in der self check-in Unterkunft, aber es hatte ganz in der Nähe einen kleinen Lebensmittelladen. Auch le Monsieur von gestern holte sich dort sein petit déjeuner.

Das Fasanenweibchen brachte gerade ihre beiden Jungen vor mir in Sicherheit.
In der Ferne konnte man noch lange den Phare de I‘lle Vierge sehen.
Dieser Vierbeiner hat wohl genug Auslauf auf diesem Grundstück.

Heute lag wieder ein „Aber“, was auf bretonisch soviel wie Fjord heisst, vor mir und zwar der Aber Wrac‘h.

Das heisst wieder ein paar Kilometer landeinwärts und dann wieder Richtung Meer. Er war zum Glück nicht allzu lang und schön zum wandern, aber trotzdem finde ich diese „Aber“ immer etwas mühsam.

Und dann kommen jeweils noch die Wegweiser, die einem darauf aufmerksam machen, dass es da nur bei marée basse durchgeht.

Zwar war Ebbe, aber doch nicht genug. Das Risiko auf diesen Steinen auszurutschen war mir dann doch zu gross. Zumal weiter hinten nochmals ein solcher Übergang war bei dem man nicht genau sehen konnte wie breit er ist. Also nahm ich denn Umweg in Kauf. Was dann fast einen Kilometer ausmachte.

Nach der ganzen Übung stellte sich dann heraus, dass ganz vorne über den Strand ein Durchkommen möglich gewesen wäre. So ein Ärger, aber die beiden Frauen vor mir haben das scheinbar auch nicht gemerkt.

Hier wäre man problemlos durchgekommen.

Wenig später hatte ich die beiden eingeholt. Sie standen etwas ratlos wieder vor einem dieser marée basse Wegweiser. Leider konnte man die kritische Stelle nicht sehen, die Frauen entschieden sich für die mutige Variante. Mit etwas Abstand folgte ich ihnen, falls sie zurück kämen, wäre ich nicht ganz soweit vergebens gewatschelt. Aber man kam problemlos trockenen Fusses durch.

Links oder rechts?
Geht mal schauen ihr zwei. 😉
Le Monsieur beim Mittagessen. Bon appétit!
Auch ein Blick in die Ferne kann sich lohnen.
Der Hafen von l‘Aber Wrac‘h

Pünktlich zur Mittagszeit war ich in Aber Wrac‘h. Dort gab es dann etwas zu essen. Von hier aus waren es nur noch 4 km bis ans Ziel. Der ganze Aber wird für die Austernzucht genutzt.

So war ich um 15:00 Uhr in Landéda und konnte meine Unterkunft beziehen. Heute mal ein Apartment mit Küche. Im Vorfeld habe ich mich natürlich schlau gemacht wo es rundherum etwas zu Essen gibt. Gleich nebenan hätte es ein Restaurant, da stand es sei erst wieder am Freitag offen. Als ich mir das anschaute, sah es aber nicht danach aus. Die waren nämlich voll am Renovieren. Sollte man das nicht im Winter machen, damit man bereit ist, wenn die Feriengäste kommen?! Vor allem hat es gleich nebenan einen gutbesuchten Campingplatz. Gemäss Internet verfügt der über ein Restaurant und einen Laden. Der Laden hat aber nur Juli und August offen und das Restaurant war natürlich auch geschlossen. Und wohlverstanden der Campingplatz ist wirklich gutbesetzt und zeichnet sich frech mit vier ⭐️⭐️⭐️⭐️ aus. Zum Glück hatte ich etwas zu Mittag und noch ein paar Bananen in meinem Notvorrat. Morgen wäre eigentlich Ruhetag, aber ich werde wohl zuerst mal 2.5 km nach Landéda Center laufen zum Einkaufen. Die Futtersuche stellt sich als echte Herausforderung heraus. Hätte nicht gedacht, dass meine Wanderung auch eine Diät beinhaltet. 🙄🙄🙄

Mein Motto lautet jetzt, wenn es was zu Essen gibt, reinschaufeln so viel wie‘s geht. Man weiss nie wann man das nächste Mal wieder etwas zwischen die Zähne bekommt!🤪

3 comments

  1. Völlig krass, dass es so schwierig ist, Essen zu besorgen. Es ist ja doch schon Juni und gute Wanderzeit. Ich wünsche dir viel Glück, dass du noch viele feine Restaurants findest.

  2. Ja, ich hätte auch nicht gedacht, dass das Suchen nach einer Mahlzeit auf deiner Wanderung zu einer Herausforderung wird. Und das in einem touristischen Gebiet. Dabei wäre es doch sehr wichtig, dass du zu Kalorien kommst und diese nicht nur verbrauchst.
    Ich wünsche dir weiterhin Freude am Wandern und immer wieder ein gutes Menu.
    Liebe Grüsse und machs guet 😘💖

  3. Mich wundert gar nichts in diesem France – war an der Loire nicht anders, und das ist ja auch touristisch (würde man meinen) – mais non!

Comments are closed.