
Ich hatte ein sehr gemütliches Zimmer im Chambre d‘hôtes Maison Castel Braz und Madame war sehr freundlich und zuvorkommend. Zudem konnte sie auch ein wenig deutsch. Nicht verwunderlich, da sie ursprünglich aus Strassburg stammt.
Wie üblich in einem Chambre d‘hôtes frühstücken in der Regel alle Gäste zusammen an einem grossen Tisch. Und so sass ich mit einer Gruppe, auch aus Strassburg, am Tisch. Ein Herr mit seinen zwei erwachsenen Töchtern und noch zwei befreundeten Frauen. Die Gruppe startet in Pont-Aven und wandert bis Pont l‘Abbe. Thema war unter anderem die mangelnden öffentlichen Verkehrsmittel hier in der Bretagne. Ohne Auto ist man hier verloren. Da haben wir es in der Schweiz schon viel besser.
Nachdem Frühstück ging es dann wieder Richtung Meer. Im Gegensatz zu gestern mit all den Touristen war Pont-Aven heute morgen wie ausgestorben.


Dass ich gestern das Mosaikauge verpasst habe, hat mir keine Ruhe gelassen. Und so habe ich mich gestern Abend nochmals etwas schlau gemacht, wo es sich befinden könnte. Da bin ich auf den Hafen von Kerdruc gestossen. Genau dort führte mein Weg nämlich etwas oberhalb durch. Nun mal schauen, ob ich es heute vom anderen Ufer her entdecke.
Alles was ich gestern landeinwärts gewandert bin, musste ich heute wieder auf der anderen Seite des Aven Richtung Meer. Der Weg führte in einem stehten auf und ab durch den Wald. Zwischendurch gabs auch mal ein paar Regentropfen, aber nicht weiter tragisch.







Inzwischen hatte ich wieder das Meer erreicht, aber nicht für lange. Ging es doch bereits wieder den Rivière de Belon landeinwärts. Und ja morgen wieder auf der anderen Seite Richtung Meer. 🙄


Um die Mittagszeit hatte ich dann die Austernzucht von Belon erreicht. Die Belon Auster ist flach und hat einen nussigen Geschmack. Die mussten natürlich probiert werden.


Danach ging es weiter bergauf und bergab und im zickzack dem Belon entlang. Landschaftlich sehr schön, aber langsam hatte ich genug. Es wollte und wollte nicht enden.





Die Madame an der Rezeption schien allerdings aus dem letzten wenn nicht sogar vorletzten Jahrhundert zu stammen.


Da passt es doch, dass ich mir heute noch die erste „Blattere“ eingefangen habe. Ohne geht‘s ja offenbar nicht!
Und weil dieses aus der Zeit gefallene Hotel im nirgendwo ist, muss ich wohl oder übel auch hier essen.



Ja und ich blieb nicht alleine in dem nostalgischen Établissement (das habe ich jetzt aber schön ausgedrückt – oder?) Es gesellte sich noch ein fünfer Frauengrüppchen Alter zwischen 60 und 70 (wie ich 😱) dazu.
Ich sitze jetzt seit etwas mehr als einer Stunde hier. Man beachte wie sich in dieser Zeit das Wasser zurückgezogen hat! Immer wieder faszinierend.

Wünsche allen eine gute Nacht und beneide euch heute etwas um eure eigenen Better.
🤗🥾🥾
Schlaf guet, hoffentlich häts e warmi Decki
Hui ja du, der Teller scheint auch aus dem vorletzten Jahrhundert zu sein 😉