Von Pornic nach Noirmoutier

Mit etwas Verspätung fuhr der Zug von Nantes kommend in Pornic ein. Was für ein Service, die Durchsagen im Zug wurden auf Englisch und sogar auf Deutsch durchgegeben.

In Sainte Pazanne bin ich auf den Bus umgestiegen, der fuhr natürlich nicht direkt vom Bahnhof los. Aber die Franzosen sind ja sehr hilfsbereit und so stand ich dann kurz darauf an der Bushaltestelle, die sich gleich bei der Kirche befindet.

Während ich auf den Bus warte, nutze ich die Gelegenheit euch zu erklären wie die Franzosen ein kleines Ärgernis in unserem schweizer Alltag clever gelöst haben: Das Pet-Flaschen-Deckeli-Problem. Denn seit die EU beschlossen hat, dass der Deckel an der Flasche bleiben muss, schlagen wir uns immer wieder mit diesem Deckel rum. Denn egal, ob wir einschenken oder aus der Flasche trinken, er ist immer im Weg. Manchmal reisst man ihn einfach mit brachialer Gewalt ab, was ja nicht im Sinne der Sache ist. Et voilà dabei wäre es so einfach. Die Franzosen klappen den Deckel einfach um und der bleibt dann auch schön dort. Die Frage „Wer hät‘s erfunde“ können wir für einmal nicht auf unsere Fahne schreiben.

Auch mit etwas Verspätung kam dann der Bus. Es waren allerdings nur 5 Minuten, aber nach dem Loblied auf den Erfindergeist der Franzosen, muss ich doch auch noch etwas zum mötzeln haben.

Gestern hat mich le Monsieur im l‘office de tourisme darauf hingewiesen, dass der Bus nach Noirmoutier € 2.60 kostet. Ich habe mich über den günstigen Preis sehr gewundert, da die Fahrt doch fünf Viertelstunden dauert. Er meinte dann sie würden ja genug Steuern zahlen. Na gut sei es denn so. Und er meinte noch ich solle den Betrag möglichst genau bereit halten, da sie meist knapp sind mit dem Wechselgeld. Also hatte ich die € 2.60 schön brav in meinem Hosensack. Die Fahrt hat dann € 20.— gekostet, was ja auch angemessen war. Es bedarf also noch etwas Weiterbildung im l‘office de tourisme in Pornic. 🙄

Auf der ganzen Fahrt lief der Radio – bei uns undenkbar.

Für nach L’Herbaudière musste ich dann nochmals auf den Inselbus umsteigen, der hingegen war gratis.

Zur Unterkunft war‘s dann nur noch 1 km zu Fuss. Für die letzten fünf Nächte hab ich es so richtig komfortabel.

Ein kleiner Garten.
Ein grosszügiges Schlafzimmer.
Ein modernes Bad mit grosser Dusche.
Und was sieht man noch? Genau! Eine kleine Küche!

Und dreimal dürft ihr raten was es heute zum Znacht gab. 😉

Genau Pasta!🍝 😍

Zudem stehen hier noch einige Velos gratis zur Verfügung. So hab ich mir eins geschnappt und bin ins Dorf zum einkaufen geradelt. Natürlich ohne Motor. 🤪

Ah und am Strand war ich auch schon. 🐚🐚🐚

Im Moment noch sehr breit, wird bei Flut sicher kleiner.

Bonne soirée. 🤗🐚🐚

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