
Tagwach heute um 7 Uhr. Blick aus dem Fenster – es regnet. Nachdem der gestrige Tag mit viel Sonne geendet hat, habe ich überhaupt nicht mit Regen gerechnet. Nun man müsste halt das Wetter App am Abend vorher konsultieren, um böse Überraschungen zu vermeiden. Ein paar Kilometer ein Taxi nehmen wäre wohl nicht die schlechteste Idee. Aber da war gerade keines verfügbar. Meine Zimmervermieterin offerierte mir kurzerhand mich zu fahren. Ob sie den Zeit habe – ja ja sie müsste eigentlich Rasen mähen, aber bei dem Wetter gehe das ja schlecht. Sie meinte sie würde mich auch ans nächste Ziel fahren. Aber das fand ich dann doch etwas übertrieben. Als ich ihr etwas für die Fahrt bezahlen wollte, wollte sie par tous nichts annehmen. Im Gegenteil sie meinte noch, ich solle sie anrufen, wenn es zu stark regnen sollte – sie würde mich dann abholen und nach Bréhec fahren. Was für eine hilfsbereite Person!
Als ich loslief, hat der Regen bereits nachgelassen, aber es windete sehr stark. Dank der Hecken und Ginstersträucher war man aber sehr gut geschützt.
Der Weg hatte nicht viele felsige Abschnitte und auch keine endlosen Treppen und so konnte ich wandern ohne bei jedem Schritt zu schauen wo ich hin „tschalpe“.



Danger en dehors du sentier littoral.

Gefahr abseits des Küstenpfades. Keine Angst ich bleibe schön auf dem Weg.
Tja was heisst das jetzt genau?

Ein paar Meter weiter wird einem eine Variante vorgeschlagen. Ja und jetzt – kommen da ein paar Kilometer Umweg auf mich zu? Also schnell Komoot konsultieren – dank dem ist Navigieren dubelisicher. Die Variante scheint nicht weiter zu sein. Also nehme ich sicherheitshalber die Variante. Das war‘s dann aber auch, es folgten keine weiteren Wegmarkierungen mehr. So nach dem Motto bastle dir deine eigene Variante. Irgendwann bog ich wieder auf den GR34 ein, in der Hoffnung den gefährlichen Abschnitt umschifft zu haben.




Mittlerweile hatten sich die Wolken vom Morgen verzogen und die Bretagne zeigte sich in den schönsten Farben.


Die Unterkunft in Bréhec war self Service.
Folgende Instruktion bekam ich von Booking übersetzt:


Kleiner Wermutstropfen von heute – während ich im Restaurant mein Mittagessen bezahlte, hat mir doch tatsächlich jemand meinen Hut geklaut! Hätte ich in diesem gottverlassenen Kaff nicht erwartet.


Liebe Yvonne
Was für ein guter Start in den Tag mit einer so hilfsbereiten Gastgeberin. Das sind die schönen Erfahrungen. Schade, dass am gleichen Tag dein Hut gestohlen wurde, der dir gute Dienste leistete. Das ist schon ärgerlich und fast nicht zu glauben.
Wunderbar der Sonnenschein und der blaue Himmel am Nachmittag. Die bretonischen Farben sind tatsächlich sehr intensiv.
Ich wünsche dir viele weitere positive Erfahrungen und grüsse dich herzlich ❤️
Liebe Yvonne
Was für ein guter Einstieg in den Tag mit einer so hilfsbereiten Gastgeberin 🤩 das ist doch eine wunderbare Erfahrung.
Schade, wurde an gleichen Tag dein Hut gestohlen, der dir gute Dienste leistete. Das ist schon sehr ärgerlich und kaum zu glauben.
Bei Sonnenschein leuchtet die bretonische Landschaft tatsächlich in intensiven Farben, wunderschön.
Ich wünsche dir weiterhin viele positive Begegnungen und grüsse dich herzlich ❤️