
Das Meer ist da, aber wo ist die Sonne?







Nicht nur die Landschaft hat sich auf dem GR34 verändert auch die Vegetation. Ginster und Heidekraut sieht man nicht mehr, dafür Grässer und immer wieder pinke und gelbe Blumen dazwischen. Was es aber immer hat, sind Farne.








So um die Mittagszeit war ich gerade am Strand von St. Michel und von weitem konnte ich schon ein Restaurant sehen. Passt doch perfekt dachte ich. Aber je näher ich kam, umso mehr beschlich mich so eine Ahnung. Tja und so war es auch!
Lundi et Mardi fermé und was haben wir heute? Genau Mardi. 🙄
Also dann halt weiter. Kurz darauf kam ein Campingplatz, die könnten ja vielleicht ein kleines Restaurant haben.

Ein Glace würde ja schon reichen.
Aber auch die hatten zu – stand nicht mal wann sie wieder aufmachen. Die 35 Stundenwoche der Franzosen kommen mir hier eher wie 25 Stunden vor. Monsieur Macron ihr Volk arbeitet offenbar nicht so gern. 🙄🙈
Ja dann gibt’s halt nix. Intervallfasten ist angesagt. Also ging ich die paar Kilometer weiter zur Unterkunft. Da war heute self check-in. Den Zahlen Code für die Haupttüre und das Zimmer wurde mir per SMS mitgeteilt. Wie sollte es anders sein der Schlüsselkasten ging auch nach mehrmaligen Versuchen nicht auf. Also SMS zurück. Darauf folgte ein Anruf worauf wir uns einigten, dass sie jemanden vorbeischickt. Nach längerem Warten kam dann ein Herr und zack der Kasten war offen. 🙈 Hatte ich mir noch fast gedacht, dass das einer dieser peinlichen Momente werden könnte. Man musste zusätzlich noch einen schwarzen Schalter runterdrücken, was ich auch gemacht habe, aber gleichzeitig auch noch die Klappe runterziehen. Zum Glück hat‘s der Gute gelassen genommen. Der Zimmer Code hat dann prima funktioniert.


Eine Stunde später hörte ich plötzlich wie jemand versucht bei mir reinzukommen. Als ich nachschauen ging, stand da ein etwas erschöpfter und entnervter älterer Herr, der mir auf der Wanderung heute auch schon begegnet ist. War ihm natürlich etwas peinlich, dass er sich da an meiner Türe zu schaffen machte. Während er schimpfte: Très compliqué – finde ich auch, versuchten wir dann gemeinsam die gegenüber liegende Tür mit seinem Code zu öffnen. Aber leider schafften wir es auch zu zweit nicht. Ich empfahl ihm anzurufen. Er kramte dann ein steinaltes Handy mit Tastatur aber schön klein und handlich aus dem Rucksack. Und oh Wunder man konnte mit dem sogar noch telefonieren. Nun es stellte sich heraus, dass sein Zimmer beim nächsten Eingang war. Die werden sich gedacht haben, was sind heute für Dödels auf dem GR34 unterwegs. 😂🙈 Ich war froh, dass ich nicht der einzige Depp war. Oder auf französisch: Le Cornichon 😂😂😂

Der Phare de l‘Ile Vierge mit einer Höhe von 82,5 Metern ist der höchste Leuchtturm Europas. 397 Stufen führen nach oben. Seit Oktober 2010 ist er nicht mehr kontinuierlich von einem Leuchtturmwärter besetzt. Er wird vollautomatisch vom Leuchtturm Créac‘h auf der Insel Ouessant gesteuert.
Frisch geduscht machte ich mich auf den Weg um den Leuchtturm aus der Ferne anzuschauen und ein Restaurant, das offen hat zu finden. Es hatte sage und schreibe drei Restaurants und eine Crêperie. Ein Restaurant hatte heute Ruhetag (muss ja auch mal sein🙄), eines ist im Umbau, auf Crêpe hatte ich keine Lust da blieb nur noch die „Le bar à huîtres LEGRIS“. Da gab es dann zum Glück nicht nur Huitres, denn davon wird man ja auch nicht satt. Kurz vorher habe ich noch zugeschaut wie eine Ladung Algen vom Schiff auf einen Laster verladen wurde – da habe mir dann im Restaurant gleich ein Algentartar bestellt. War sehr lecker.


Ich sehe, dir geht es genau gleich wie uns als wir mit dem Velo die Loire entlang gefahren sind – es war mehr eine Essen-Finden-Tour in diesem vermaledeiten France als sonst was…
so weit gehen und dann gibt es nichts zu essen, das wäre eine riesige Herausforderung für mich. Aber du meisterst alles. Dafür ist die Landschaft traumhaft. Danke für die schönen Bilder.
Die Landschaft ist ja traumhaft.
Herzlichen Dank für die schönen Fotos.
Wünsche dir einen schönen sonnigen Tag.