
Die letzte Nacht verbrachte ich in einem Chambre d’hote bei einer jungen Familie mit einem kleinen Buben und Hund. Die Madame war sehr freundlich und gesprächig und hat sich entschuldigt, ob die Pub Eröffnung nicht zu laut gewesen sei. No, no tout va bien.
Als ich mich dann etwas später von ihr verabschieden wollte, war sie gerade nicht auffindbar. Ich schaute in der Küche nach und da traff mich fast der Schlag. Ein dunkler Raum und das totale Chaos. Keine Ahnung wie lange da schon nicht mehr aufgeräumt und geputzt wurde.
Da war ich jetzt aber grad froh, dass ich ihr Angebot mir ein Nachtessen zu kochen nicht angenommen habe. Jetzt weiss ich auch wieso sie immer gleich die Küchentür zu gemacht hat, wenn sie rein und raus ging. 🙈
Da die Unterkunft nicht direkt am GR34 liegt führte mich der Weg zuerst quer Feld ein. Nach gut 5 km war ich wieder am Meer und in Ménéham.

Ménéham liegt an der Côte des Légends, die bekannt für ihre felsenzerklüftete Küste ist. Das kleine Dorf wurde früher von Zöllnern, Bauern und Fischern bewohnt. Es wurde auch Seetang gesammelt und auf den Dünnen getrocknet. Danach wurde der Seetang langsam verbrannt. Beim Abkühlen bildeten sich Sodaklumpen, die an Fabriken weiterverkauft wurden. Der Preis hing vom Jodgehalt ab, für ein 1 kg Jod benötigte man ca. 1000 kg getrockneten Seetang. Heute ist Ménéham eine Art mini Ballenberg.
Während des zweiten Weltkrieges haben die Deutschen das kleine Wachhaus zwischen den Felsen besetzt um die Küste zu überwachen.


Ja was nun folgte, war wirklich einmalig schön. Der ganzen Küste entlang bis nach Guissény bot sich einem eine traumhafte Landschaft mit zerklüfteten Felsen, schneeweissen Sandstränden und Wasser in allen blau Schattierungen. Wie man gleich sieht, gab es verständlicherweise einige Foto Pausen.











Und zur Abwechslung mal ein paar Bilder von Landhaus Idylle.









Fortsetzung folgt morgen. 🤗
Chönnt gad so guet in Australie sii mit dem wiisse Sand und den türkise Meer 🤩