Von Saint Pabu nach Portsall

Noch ein Nachtrag zu gestern: Nach meinem etwas anstrengenden Tag gestern wurde ich von einer sehr freundlichen Madame im Chambres d‘hotes „La clé des Champs“ empfangen. Ich hatte ein grosses, freundliches Zimmer und auch das Frühstück war mit viel Liebe hergerichtet – was nicht immer der Fall ist. Teilweise gibt es einfach Baguette, Butter und Confi, fini! Das ganze ohne Teller, gegessen wird auf dem Papierset, das ist mir mehr als einmal passiert! Aber eben Hauptsache es gibt etwas.

Gross und freundlich 🤗

Oft ist es schwierig direkt am GR34 eine Unterkunft zu finden. So war es auch diesmal, bis zum Einstieg waren es aber nur 2 km. Auch wenn Saint Pabu als Dorf nicht viel zu bieten hat, so hat es doch traumhafte Strände in der Gegend.

In der Ferne konnte man immer noch den Phare de l‘Ile Vierge erkennen und das nach drei Wandertagen und fast 60 km. 🙈

Phare de I‘Ile Vierge

In der Bretagne begegnet man zwangsläufig immer wieder Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg. So auch diesen Beton Pyramiden, die man offenbar auch unter dem Namen „Tschechenigel“ kennt.

Ist auch unterwegs auf dem GR34
Und der im Sand – Sandfloh.

Die vielen schneeweissen Sandstrände und das türkisblaue Meer, die nun folgten, verlockten natürlich zum Baden. Und da heute ja nur 15 km anstanden, lag ein Schwumm locker drinn.

Die Farben sind wirklich so – da ist nichts bearbeitet.

Auch die Vierbeiner genossen die Abkühlung.

Der will noch nicht raus!
Muss dann aber doch!
Mussten wohl schon manchen Sturm ertragen.
Ein schöner Ort, um den Sonnenuntergang zu geniessen.

Wenig später erreichte ich Portsall mein heutiges Ziel. Der Ort erlangte 1978 traurige Berühmtheit. Vor der Küste lief damals der Tanker Amoco Cadiz wegen eines völligen Ausfalles der Steuerung auf Grund. Mehrere Versuche den Tanker in einen Hafen zu ziehen misslangen und er zerbrach in drei Teile. Was zum sechstgrössten Ölunfall der Geschichte führte. Die Ladung von 223.000 Tonnen Rohöl sowie Schweröl gelangten ins Meer und verschmutzten 350 km Küste.

Als Erinnerung an das Unglück liegt der Anker der Amoco Cadiz im Hafen von Portsall.

Heute werden Tauchgänge zum Wrack der Amoco Cadiz durchgeführt, wobei nur noch das Mittelstück und das Heck des Tankers vorhanden sind. Das Vorschiff ist nach einem Sturm verschwunden und wurde bisher nicht wiedergefunden.

Hafen von Portsall

Direkt am Hafen von Portsall hat es einige Restaurants und so kam ich doch tatsächlich zu einem hausgemachten Glacé avec Espresso und dazu Abba Sound – was will man mehr. 🤗

Auch das Nachtessen war ausgezeichnet.

Seit langem wieder mal einen Salat.
Und danach noch eine Galette mit Meeresfrüchten.

2 comments

  1. Liebe Yvonne
    Das tönt ja wunderbar, wunderbare Strände, leckeres Essen und nette Menschen. Ich hoffe, dass es jetzt so weiter geht. Alles Liebe Gaby

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