GR34 – Von Phare Eckmühl nach Saint-Nazaire

Hier bin ich am 30. April 2023 los marschiert und hatte bereits am ersten Tag eine Blase eingefangen. Nun es sollten noch viele weitere folgen. 🫣

Zwei Jahre später am 30. April 2025 ging es nun am Phare Eckmühl weiter auf dem GR34.

Phare Eckmühl
Auf zur ersten Etappe

Und hier bei der Brücke von Saint Nazaire endete am 25. Juni 2025 mein GR34 Projekt.

Auf den 40 Etappen von Penmarch / Phare Eckmühl bis nach Saint Nazaire habe ich rund 800 km zurückgelegt. Mit den 50 Etappen vor zwei Jahren sind das insgesamt 1700 km. Mit meinem Abstecher auf Noirmoutier kommen diesmal noch etwas mehr als 200 km mit dem Velo dazu.

Im Gegensatz zu den ersten 50 Etappen waren diese 40 Etappen in vielerlei Hinsicht um einiges einfacher.

Zum einen waren die Wanderungen weniger anspruchsvoll, Steigungen und schwieriges Gelände gab es nur vereinzelt. Und weil die südliche Bretagne viel besiedelter ist, fanden sich auch immer genügend Möglichkeiten zum einkehren. Aus der Erfahrung vom ersten Mal, habe ich bereits von zu Hause aus alle Unterkünfte gebucht. Das hat sich bewährt, die Etappen standen ja sowieso fest. Auch diesmal hatte ich grosses Glück mit dem Wetter, so richtig verregnet hat es mich nur einmal. Viel mehr war die Hitze der letzten zwei Wochen eine Herausforderung.

Im Finistère haben mich bis nach Guidel die Mosaik Augen von Pierre Chanteau begleitet. Manchmal waren sie leicht zu finden und manchmal war es auch sehr schwierig oder sie zeigten sich sogar erst bei Ebbe. Es war jeweils wie eine Schnitzeljagd und immer ein kleines Erfolgserlebnis, wenn ich wieder eines entdeckte.

Als Hommage an den im März verstorbenen Künstler lag mir besonders viel daran möglichst alle auf meinem Weg zu finden. Was mir bis auf eines auch gelungen ist. 🥳

Quizfrage:

Hat jemand mitgezählt wie viele es waren?

Das letzte in Guidel und erst noch mit Hund. 🐶

Wer mehr über die Geschichte hinter den Mosaikaugen erfahren möchte, findet sie unter diesem Link:

https://www.kerarmor.de/das-haus/auge-in-auge-mit-pierre-chanteau/

Tja und dann waren da natürlich noch die vielen Huître Bars, denen ich schwerlich widerstehen konnte. Schade habe ich nicht gezählt wie viele ich verspiesen habe. Jedoch Austern in Gesellschaft essen, macht definitiv mehr Spass. 😉

Selbstverständlich habe ich immer die erste Variante gewählt. 🦪🦪🦪

Die Dörfer konnten noch so klein sein, eine Kirche hatte es immer und meistens waren sie auch offen. Und fast in jeder Kirche befand sich ein Schiffsmodell.

Die einen schlicht …….
…… die andern etwas aufwendiger.

Und obwohl ich mich nicht als gläubig bezeichne, hatte ich immer einen Euro zur Hand, um eine Kerze anzuzünden. Was sagt einem das? Offenbar sind die Prägungen aus der Kindheit stärker, als alle Überzeugungen. Aber meist stand auch ein ganz profaner Gedanke dahinter, so wurde ich wieder mal die vielen Münzen los. 

Nun zu meiner körperlichen Befindlichkeit, irgendetwas hat immer mal gezwickt. Habe mich aber fleissig an die empfohlenen Dehnübungen gehalten. Zudem halfen auch die eingeplanten Ruhetage und so musste ich diesmal meine Wanderung nicht humpelnd beenden.

Aber meine Füsse hatten schon etwas gelitten, dank der Esel-Milch-Fusscrème, die ich auf Noirmoutier gekauft habe, sehen sie jedoch wieder ganz passabel aus. 🦶🏻🦶🏻🙃

Ganz allein war ich nicht unterwegs. Anita’s Strickmännchen reiste als Talisman mit. Danke liebe Susi. 😉

Ganz besonders habe ich mich über das Treffen mit Manuela und Andy gefreut, auch wenn danach etwas Heimweh aufkam. An die erste Auster werden sich die beiden sicher noch lange erinnern. 😂🦪🦪🦪

Und wie kann es anders sein, so ganz ohne Souvenir komme ich auch diesmal nicht zurück. 🐚🐚🐚

Herzlichen Dank an alle, die mich wieder auf meinem Blog beleitet haben und sich mit mir über die schöne und abwechslungsreiche Landschaft der Bretagne gefreut haben.

Danke auch an René der mich so lange ziehen liess und zu Hause die Stellung hielt.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich je eine solche Fernwanderung machen würde. Aber schön, wenn man sich selbst auch mit über 60 Jahren noch überraschen kann. 

Und wer weiss, es gibt ja noch andere Küstenwanderungen. Es müssen ja nicht gleich wieder 10 Wochen sein.

C’était Bretagne à pied. 🤗🥾🥾

Zu Hause werde ich aber erst mal mit Kommissar Dupins nochmals gedanklich in die Bretagne reisen.

Au revoir 🤗🥾🥾

2 comments

  1. Liebe Yvonne,
    Deine wunderschönen Fotos und tollen Berichte waren immer unterhaltsam und süffig zum lesen. Wie wäre es einfach weiter zu schreiben, dem Alltag die manchmal aufkommende Trägheit zu nehmen und uns Leser und Leserinnen zu beglücken, aus Yvonnes Reiseblog wird dann “Bloging is better as jogging”
    Danke Yvonne und hoffentlich bis bald 😘 lg Susanne

  2. Liebe Yvonne
    Vielen Dank für deine spannende Berichte und wunderschöne Bilder. Es war schön dir zu fokgen. Ich wünsche dir einen guten Start, wenn du wieder Zuhause bist. Liebe Grüsse

Schreibe einen Kommentar zu Susanne Koch Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert