Von Boulay nach Piriac-sur-Mer

So, nun noch zum gestrigen Abend. Wie erwähnt wurde ich von Cathrine sehr freundlich empfangen und etwas später lernte ich dann auch noch den Hausherrn Jean-Claude kennen. Er ist ein leidenschaftlicher Koch und bereitet auf Wunsch für seine Gäste das Abendessen zu.

Das Chambre d‘Hôtes La Balade des Marais verfügt lediglich über zwei Zimmer. Gegen 6 Uhr trafen dann noch drei junge Frauen ein, die sich ganz kurzfristig angemeldet haben. Eigentlich hatten sie eine andere Unterkunft gebucht, mussten aber feststellen, dass man dort die Bettwäsche selber mitbringen muss. Es ist ja nicht gerade üblich, dass man in die Ferien die eigene Bettwäsche mitnehmen muss und schon gar nicht, wenn man zu Fuss unterwegs ist. Mir ist das bei der einen Unterkunft in Larmor-Baden auch passiert. Zum Glück konnte ich die Unterkunft noch rechtzeitig stornieren und mir ein Zimmer mit Bettwäsche organisieren. Die drei Frauen hatten weniger Glück. Sie mussten die Unterkunft bezahlen und sich etwas Neues suchen und sind so bei Cathrin und Jean-Claude gelandet. Zudem gesellte sich noch eine weitere Dame dazu, die eine Freundin des Hauses ist. Die drei jungen Frauen kennen sich aus der Studienzeit und machen zusammen eine Woche Wanderferien. Zwei der Fraun sind Dermatologinnen und die dritte ist Psychologin. Die Freundin des Hauses ist erst seit kurzem in die Gegend gezogen. Ursprünglich kommt sie aus Paris und hat sich nach der Pensionierung hier ein Haus gekauft. Und so wurden wir fünf Frauen von Jean-Claude mit einem wunderbaren fünf Gang Menü, Champagner und Wein verwöhnt. Gesprochen wurde französisch und zwischendurch zum Glück auch englisch. So wurde über alles mögliche diskutiert und man kann sich vorstellen, wenn vier Französinnen drauf los quasseln, war ich mit meinen bescheidenen Französisch Kenntnissen leicht überfordert. So wusste ich am Ende des Abends nicht, von was ich jetzt mehr müde war, vom Wandern in der Hitze oder dem geselligen Abend.

Sonnenuntergang von gestern Abend.

Das petit déjeuner konnte ich heute morgen in etwas ruhigerer Atmosphäre geniessen. Die drei Frauen hatten sich erst für 9:30 angemeldet, da war ich schon lange weg. Nun sie mussten auch nur 10 km wandern, ich hingegen hatte 22 km vor mir.

Leider habe ich vergessen ein Foto von der illusteren Gesellschaft zu machen, aber dafür habe ich vom Frühstückstisch und dem Wohnzimmer eines.

Auf meinem Weg kam ich an weiteren schönen Häusern vorbei, zum Teil an traditionellen, aber auch an sehr modernen.

Auch landwirtschaftlich entlang des Marais war es sehr schön und abwechslungsreich.

Hier ein paar Eindrücke des heutigen Tages.

Ganz schön in Schieflage.
Gestern Mittag war ich um die Mittagszeit dort drüben. Dazwischen liegen etwa 20 km Fussmarsch.
Pointe de Merquel

In der Zwischenzeit wurde es immer heisser und ich entschloss mich hier ins kühle Wasser zu stürzen.

Lange hielt die Abkühlung allerdings nicht an und die letzten Kilometer nach Piriac-sur-Mer zogen sich endlos hin. Zudem neigte sich mein Wasservorrat bedenklich dem Ende zu.

So zu sagen mit dem letzten Tropfen Wasser erreichte ich Piriac.

Ein hübsches Städtchen natürlich mit Jachthafen.

Auch morgen sind wieder Temperaturen über 30 Grad angesagt, also habe ich vor morgen früh los zu wandern.

À demain. 🤗🥾🥾

2 comments

  1. Das war wirklich ein spezieller Abend in guter Gesellschaft und einem leckeren 5 Gang Menu 🥳😋 das muss man geniessen 👍
    Das Département Loire scheint auch sehr schön zu sein 🤩 anstatt Austern gibt hat es jetzt Salinen 😂
    Weiterhin gutes und erlebnisreiches Wandern 🥾☀️

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